Sunday, June 24, 2012

Exploring Salvador

Aaauf geht’s, ab geht’s – meine Freundin Dani kommt für zehn Tage nach Brasilien!

…und das soll was heißen, noch nie alleine geflogen (und generell erst einmal zuvor) machte sich meine Freundin relativ spontan auf den Weg nach Südamerika. Den Kulturschock hat sie ganz gut überstanden und schwupps ist der tägliche Urlaubs-Caipirinha nicht mehr wegzudenken, FlipFlops und Bikini gehören zur Alltagsgarderobe und tudo bem=alles claro rutscht wie von selbst über die Lippen ;-)

Samstag und Sonntag in der Nacht wird Salvador von uns auf den Kopf gestellt und so manchem Rastafari der Kopf verdreht…  *rsrsrsrs*
 
Salvador's Altstadtgässchen

Käsespießchen gegrillt *delicious Salvadorian speciality* 


Acarajé - die Spezialität aus Bahia ... mit Itamar, Maíza und César

Wir schlafen verdammt gut in unseren Hängematten *sweet dreams*

Blick auf Salvador's Unterstadt...

...mich unterm Sternenhimmel mit meinem neuen "Colega" zu unterhalten, öffnet mir mal wieder die Augen und erinnert mich daran, wie sehr ein Lebensweg davon abhängt, wo man geboren wird…

Friday, June 8, 2012

Wos kost is Lebn ?!

7. Juni - mein Geburtstag und dieses Jahr fiel er mal wieder auf einen Feiertag - so hab ich es tatsächlich geschafft, schon ein Vierteljahrhundert lang immer einen freien Tag an meinem Geburtstag zu genießen.

Ich hab mich also schon am Mittwochnachmittag auf den Weg nach Salvador gemacht. Natürlich will ich ans Meer :) Als ich zu Sonnenuntergang dort ankomme will es wohl der Zufall, dass ich einen Bekannten treffe – in einer 3mio-Einwohner-Stadt wo ich eine Handvoll Leute kennen genau einen zu treffen kann gar nicht so perfekt verabredet werden!

Ich schwimme in den Sonnenuntergang rein und genieße die herrliche abendliche Stimmung am Wasser. Dann gibt’s Caipirinha und als Alex erfährt dass am nächsten Tag mein Geburtstag ist lässt er es sich nicht nehmen, bei leckeren Caipis und Grillspießchen mit mir rein zu feiern in den 7. Juni :))) *muiiito obrigadaaaa*
Auf dem Motorradl ziehen wir durch die nächtliche Stadt und Alex bringt mich bis zu meiner Unterkunft. Ich schlaf heute bei amigos in einem Gästehaus direkt in der Altstadt. Es stellt sich heraus, dass auch Daniel am 7. Juni Geburtstag hat und das muss natürlich gefeiert werden: eine Maracuja ist gleich aufgeschnitten, ein bissl was hochprozentiges dazu und schwupps, fertig ist der Cocktail!
Irgendwann in der Früh werd ich von der Musik meines Handys geweckt. Noch in meiner Hängematte liegend höre ich „Happy Birthday to youuuu….“ gesungen von meiner Familie!!! Vielen vielen Dank ihr Lieben – das hat mich wirklich ganz besonders gefreut! Irgendwie ward ihr gar nicht mehr so weit weg :-)

Ich beschließe, irgendwas zu entdecken, dass ich noch nicht kenne und fahre mit einem kleinen Boot auf die nahe gelegene Insel Itaparica. Doch als ich dort ankomme, regnet es leider und es ist kein Fleckchen Blau am Himmel zu sehen. Also denke ich mir, ich fahr ins Hinterland – auf der andern Seite der Bucht also landeinwärts – da regnets nur äußerst selten. Um dahin zu kommen, muss ich zweimal umsteigen … DIE FAHRT IST DAS ZIEL, wie immer in Brasilien!

Der Motorista des kleinen Vans ist ganz besorgt um mich und nachdem er mir ein paar Horrogeschichten von Mord und Totschlag auf der Insel erzählt hat, meint er (und ich auch) er kann mich nicht alleine hier am Straßenrand auf ein anderes Fahrzeug warten lassen...ich will ja nicht grad heute ganz alleine sterben. Heute, an einem verregneten Feiertag ist überhaupt nix los auf der langen geradlinigen Straße und wir fahren so lange, bis ein anderer Van kommt, mit dem ich dann in Richtung Hinterland weiterfahre.

Als ich an einer ruhigen Landstraßenausfahrt aussteige geselle ich mich erstmal zu ein paar Baianos die gemütlich Bier trinken und plauschen. Hier gibt’s auch ganz viele Hühner und nun kann ich endlich meine „Aufgabe“ erfüllen *ggg* Diese war, dass ich ein Hendl schnappen soll, in meinen Händen halte und dessen Körper bewege. Dabei bleibt der Kopf stets gerade … siehe da, es ist wirklich so – viel Spaß beim Ausprobieren. Und vielen Dank
Mr. B – you are amazing!



Nach ein paar Bier und Chips hab ich genug und weiter geht’s … als ich irgendwann im kleinen São Roque ankomme scheint auch endlich wieder die Sonne. Ich hab’s anscheinend geschafft, an meinem Geburtstag an den A**** der Welt zu gelangen: der Handyempfang ist futsch, Geld hab ich auch fast keins mehr, wie ich feststelle und hier gibt’s NICHTS außer eine Ölplattform von Petrobras … mit Transportmittel am heutigen Feiertag schauts schlecht aus.

Als ich den viel zu überteuerten Preis einer Pousada höre, an der ich eben vorbeigehe muss ich lachen … und bin zugleich gespannt wo ich heute übernachten werde – welch ein Abenteuer. Aber es ist doch erst Nachmittag, wer denkt denn jetzt ans Schlafen. Vielleicht erstmal was Essen? Okey – wo ist denn hier ein Bankomat. Gibt es keinen. Aha.

Irgendwie ist mir plötzlich nicht mehr so zum Lachen zumute … ich bin irgendwo im nirgendwo ohne Essen, ohne Dach überm Kopf, ohne Geld und alleine – und es ist grad ein bissl surreal dass heute mein Geburtstag ist …. ich war noch nie in meim Lebn so alleine an meim Geburtstag ;-(

Ich klopfe bei der Pousada „São Félix“ an – die Frau des Hauses nennt mir einen vernünftigen Zimmerpreis. Beherzt kram ich meinen Geldbeutel hervor und leer alles vor ihr aus. Ich sage ihr, dass dieses Geld für Essen, Schlafen und die Fahrt ins Recôncavo reichen muss. Die Tränen kullern mir über die Wangen und ich erzähle, dass heute mein Geburtstag ist, ich das aber selber irgendwie gar nicht mehr glauben kann. Die Gute tröstet mich und zeigt mir ein kleines Zimmer, wo ich heute Nacht schlafen kann :)
*na also, geht doch*

Ihre Enkeltochter zeigt mir den Ort, wir spazieren durch die Gegend und unterhalten uns ganz gut. Wir genießen den Sonnenuntergang auf dem Rohbau des vierstöckigen Gebäudes und die liebenswürdige Ana macht mir sogar ein HotDog als sie erschrocken feststellt, dass ich außer einem schnellen Snack noch nix gegessen hab. Am Abend gibt’s eine kleine Grillerei, Musik, einen Geburtstagskuchen, nächtlichen Spaziergang durch São Roque und einen gruseligen Ausflug zu den finsteren Ölplattformen, Kastlhupfen und Fußballspiel :-)

*LIFE IS GOOD*



Als ich morgens um Fünf noch im Dunkeln auf den Bus warte treffe ich sogar auf die Bremer Stadtmusikanten: ein Eselpferd, ein Hund, eine Katze und ein Hahn spazieren an mir vorüber und finden am nahegelegenen Berg aus Abfall Gefallen … und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

~ wahrlich ein GeburtstagsAbenteuer wie im Märchen ~

 



Sunday, June 3, 2012

ReggaeNight in São Félix

Ever heard about Edison Gomes? Isaque Gomes or Jeremias Gomes? Well, the Gomes family is the most famous reggae combo in Brazil. And – guess what: they are from tiny São Félix in rural Bahia!

Twice a month they give a free open-air concert at the little main square right by the shores of Rio Paraguassú. After this lovely past weekend I decided I should stay in town more often and so this live show came quite opportune … of course I couldn’t miss out on that one!
São Félix is a different place at night. Cocktail booths with a variety of fresh fruit presentation spring up like mushrooms, churrascinho and queijinho BBQ is offered on every corner and people from the whole region are descending on the town. I wasn’t aware that I actually know that many people here … but well, a blond blue-eyed girl is rather obtrusive in a place of chocolate-coloured morenos and so everybody remembers me easier than I do remember them ;)

Sun is almost rising when I go to sleep at five in the morning. Yes, indeed quite a special night for me!



Monday, May 28, 2012

Interessante Begegnungen

Das Centro Dannemann in São Félix in der Region Recôncavo im ländlichen Bahia liegt etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade. So kommt es, dass wir immer wieder ganz besonders ausgefallene Besucher begrüßen.

 
Vor kurzem etwa, war ein Schweizer Ehepaar bei uns, die mit ihrem Mercedes-Sprinter seit knapp zwei Jahren in Südamerika unterwegs sind. Die Beiden haben mir so einige erstaunliche Geschichten erzählt und auf die Frage nach der weiteren Reiseroute meinten sie mit einem Lächeln: „Mal sehen was so passiert, es gibt noch viel zu entdecken.“ Das Skifahren ginge ihnen aber schon ab, drum werden sie kommenden Winter in den schweizerischen Bergen verbringen :)

 

Am vergangen Dienstag dann stand plötzlich eine vierköpfige Familie – alle strohblond – vor der Tür. Sie waren aus Deutschland, wie sich herausstellte, und bereits seit September 2011 mit dem Boot unterwegs. Damals sind sie von Cuxhaven aufgebrochen, haben Nikolaus auf Madeira verbracht und fahren seit einigen Monaten die Atlantikküste Brasiliens südwärts. Ein unheimlich spannendes Abenteuer, für Mama und Papa genauso wie für die 6-jährige Lina und die 4-jährige Yana. Das Boot ist Kinderzimmer, Schule und Spielegarten alles in einem, für die zwei Mädels. Nach einer enormen Umstellung haben sie ihr Leben in Deutschland zurückgelassen und fühlen sich nun pudelwohl als Miss Kapitän ;)

Vorigen Samstag hab ich Lin kennen gelernt. Die Chinesin lebt in New York und hat sich im Zuge einer Geschäftsreise nach São Paulo ein paar Tage Urlaub in Bahia gegönnt. Ich wollte eigentlich mal ein einziges Wochenende einfach nur in meiner Villa bleiben und für meine Masterarbeit researchen. Samstag, 15:30 alles ist ruhig. Nichts lässt ahnen, dass die nächsten zwei Tage ein neues Abenteuer bringen!
Lin spricht kein Wort Portugiesisch und freut sich unheimlich, als ich mich kurz mit ihr auf Chinesisch unterhalte ;) Sie fragt mich, ob ich nicht das Wochenende mit ihr auf der anderen Seite des Flusses in Cachoeira verbringen will. Ohne Zahnbürste, Kleidung, Geld … hm, warum eigentlich nicht? Gesagt getan. Ein herrlich entspanntes Wochenende kann beginnen: wir essen typisch baianisch zu Abend und ich treff einige Bekannte auf der belebten praça. Heute gibt’s auch Livemusik und wir beobachten eine Samba de Roda Gruppe. Samba de Roda ist der ursprüngliche Samba, die Version aus Rio ist zwar bekannter, allerdings eine Abwandlung jener originalen aus dem Recôncavo. Später gehen wir zu einem Candomblé, eine spirituell-religiöse Zeremonie mit afrikanischen Wurzeln.


We stay overnight in the "Convento do Carmen" with a beautiful courtyard.
 Cachoeira, São Félix' sister city on the other side of Rio Paraguassú

Am Sonntagmorgen spazieren wir durch die noch ruhigen Gassen und wandern langsam den steilen Hang hinauf, weit über die Dächer des Städtchens. Die grüne hügelige Landschaft hier oben erinnert mich an daheim. Wir treffen einen Fischer auf seinem Fahrrad, der in ein nahe gelegenes Dorf unterwegs ist um einem Candomblé beizuwohnen. Er lädt uns ein, auch nach Boa Vista zu kommen. So wandern wir also eine gute Stunde und gelangen irgendwann in das Dorf.

 beautiful Recôncavo landscape
 Jackfruit - fresh from the tree in a height of 7 metres ;)


tiny little chicken learn to walk...
Eine Grillparty ist im Gange, die Forró-Musik dröhnt aus den Boxen und am Fußballfeld geht’s rund. Ich drehe eine ausgiebige Runde mit dem Fahrrad unseres neuen Bekannten und genieße die schöne Landschaft. Lin ist inzwischen ganz begeistert von der riesigen Jacca-Frucht, die man uns ganz abenteuerlich vom Baum holt. Am Nachmittag sind wir im Casa von Dona Elza beim Candomblé dabei. Ein interessantes Spektakel, bei dem ich nun zum ersten Mal das Gefühl hab mehr Show als tatsächliches Ritual zu sehen… anyways, alle scheinen sich gut zu amüsieren. Der Oxalá-Gott Oximaré tritt in Erscheinung und dann wird gegessen! Feijoão, Reis, Frango Ensopado, deftiges Rindfleisch und … einge hübsche Torte zum krönenden Abschluss.



 A woman with traditional Candomblé-clothes and Lin.


After the whole spectacle - it's time to EAT :)

Heute unterhalte ich mich noch lange mit Lin und lausche ihren inspirierenden Geschichten von Reisen, Familie und Freunden, der Arbeitswelt, Vitalität und Spiritualismus. Am Montagvormittag mache ich mich auf den Weg nach Hause … schön, dieses ultraspontane Urlaubswochenende! Vielen vielen Dank Lin :-)

Friday, May 25, 2012

um dia na ROÇA

Today I went to the roça - countryside in order to visit some of the independent family farmers who are planting tobacco for the DANNEMANN ARTIST LINE cigars!

Thereby I also discovered several plants of fruits I've eaten many times but never seen - pineappe, maracuja, machixi, xilo, peanut, etc.


Heute bin ich auf den roças - Feldern unterwegs gewesen um einige der unabhängigen Kleinbauern zu besuchen, die den Tabak für die DANNEMANN ARTIST LINE Zigarren anbauen!

So hab ich auch einige Pflanzen entdeckt, deren Früchte ich zwar schon oft gegessen haben, die Pflanze selber aber noch nie gesehn hab - Ananas, Maracuja, Machixi, Xilo, Erdnüsse, etc.



Here are the seedlings for the tobacco plant grown.
Hier in diesen Beeten werden die Setzlinge der Tabakpflanze herangezogen. 


Now after some rain the young plants can finally be placed in the fields.
Endlich ist der lang ersehnte Regen gefallen - das Aussetzen der Pflänzchen kann beginnen.
 
One of the families gives me a whole bag of oranges "Baiana", acerola and mango to take home *obrigada*

Eine Familie gibt mir gleich einen ganzen Sack voller Orangen "Baiana", Acerola und Mango mit nach Hause *obrigada*  


Casa de Farinha
Here is cassava-flour produced ... from the roots of the plant. The root is peeled off, grated, water squeezed out, heated in a pan and again roasted in a pan. There exists no meal in Bahia that is eaten without farinha!!

Hier wird Mandiok-Mehl hergestellt ... aus den Wurzeln der Pflanze. Sie wird geschält, fein geraspelt, das Wasser rausgedrückt, in einer Pfanne erhitzt und nochmal in einer Pfanne fertig geröstet. Keine Speise in Bahia wird ohne diesem farinha gegessen!!



What an interesting day!

Muito obrigada para me levar C and C :)


Friday, May 18, 2012

Misericórdia - Erbarme dich unser!

Dieses Vokabel hab ich heute mal wieder den ganzen Tag gehört. Hier im religiösen brasilianischen Hinterland findet es allenthalben Anwendung aber an einem Tag wie heute natürlich umso mehr.   *crazy day*

Am Vormittag hab ich Bekanntschaft mit einem der enorm vielen Youngsters gemacht, die in Drogengeschäfte involviert sind. Naja, sympatisch war mir der Typ zwar nicht aber quatschen muss ich trotzdem mit jedem, is ja mein Job. Als ich mal kurz was holen geh kommt schon eine meiner Kolleginnen gelaufen: "Pass auf, geh ja nicht mit dem mit - drogado!!" Mamma Mia ;)
Drogado - MISERICÓRDIA!!!

Merkwürdig, erst gestern hab ich mir den Film "Vida Loka" angeschaut, indem es genau um diese Problematik in Cachoeira, dem Städtchen am anderen Flussufer geht.
Laut meinen Kollegen und Bekannten sind vor allem die Unis Drogenumschlagplatz Nummer Eins und generell ist jede und jeder auch noch so normal aussehende/r Einwohner ein potenzieller Drogado. Characterveränderung, Wahnvorstellungen, Psychosen, etc. sind Begleiterscheinungen des Konsums. Und da hier in Brasilien wie immer sehr viel Gewalt im Spiel ist, ist der Umgang mit Drogados tunlichst zu vermeiden! Nach diesem Schreck sieht man natürlich in jedem dahergelaufenen Sanfelista einen Drogado *aaargh*

Naja gut - zum Glück wird nix so heiß gegessen wie gekocht, nichtmal Cracksteinchen ;)


Am Nachmittag kommen wir von obiger Diskussion über den Teufelskreis von dem in Bahia ständig die Rede ist zu sprechen - Korruption, schlechte Infrastruktur und noch schlechtere Gesundheitsvorsorge, außerdem keine gscheite Schulbildung, daher Misere und darum Drogen...
Misericórdia!

Das Schulsystem ist einfach unglaublich schwach hier im ländlichen Brasilien. Die Schüler lernen nicht weil es den meisten Lehrern egal ist, es gibt angeblich nicht so viele verschiedene Prüfungen, etc. Sitzenbleiben kann man sowieso nicht und generell gibt es keine Konsequenzen. Es gibt viel weniger verschiedene Fächer als bei uns. Englisch zB wird zwar unterrichtet aber die Leute können es trotzdem praktisch überhaupt nicht sprechen und verstehen es auch nicht. Englisch kann nur, wer teure Privatstunden nimmt. Auch viele andere Unterrichtsfächer die bei uns in Mitteleuropa angeboten werden gibt es hier in Bahia einfach nicht. Das Allgemeinwissen leidet da natürlich sehr darunter und während ich früher öfter dachte, die Leute tun mir was zfleiss oder wollen mich veräppeln, komm ich mehr und mehr drauf, dass sie es tatsächlich einfach nicht wissen, noch nie davon gehört haben und es daher einfach nicht verstehen können.
Meine Kollegin erzählt, dass sie nie in ihrem Leben Physikstunden hatte und der Geografieunterricht genau nur Bahia umfasste ... wobei sie da aber auch gedacht habe, dass Lençois im Nationalpark Chapada Diamantina am Meer liege. Jaja, mit den Geografiekenntnissen ist das sowieso so eine Sache: gestern hat mich eine Kollegin gefragt ob ich im August mit dem Bus zurück nach Europa fahren werde!!! Nein, im Ernst? Da bleibt einem doch nur mehr der Mund offen stehen...
Misericórdia!!

Übrigens, die Lehrer der öffentlichen Schulen streiken bereits seit 2 Monaten (!) ... das bedeutet, dass die Schüler tatsächlich seit 2 Monaten keinen Unterricht mehr haben - und niemanden scheint das zu kümmern. Hauptgesprächsthema ist es jedenfalls nicht ... nichtmal Gesprächsthema!
MISERICÓRDIA!!!

Apropos Streik ... seit ein paar Tagen sind die Busfahrer in ganz Salvador und Umgebung am Streiken ... *misericórdia*

Später starten die Mädels allerings ein gscheites Gesprächsthema... zumindest ein unterhaltsameres und vor allem amüsantes Pläuschchen: es geht um das Sexleben der Baianos :) 
...hot - hotter - Brazil ... every day, all day !!

Misericórdia ;-)