Friday, March 9, 2012

Pelourinho - Salvador's Historic CityCenter


Last week I was with my colleages to take a stroll around the lively historic city center of Salvador, known as Pelourinho. Music around every corner, colourful houses, capoeira "dancers" and typical Acarajé Food plus delicious sweet Acaí - something between smoothie and sorbet with the taste of Amazon's tropical fruits ...



Capoeira ... this is a really exhausting mixture between dancing and fighting ;)


Praça Municipal em Salvador



Na escola de língua

Sunday, March 4, 2012

Weekend in PARADISE

Imbassaí is the magic place :)
I stayed overnight in a hammock, enjoyed interesting conversations, exotic fruit juices and delicious fresh seafood ... what a relaxing time *thank you*












Saturday, March 3, 2012

Salvador da Bahia

Bom Dia do Brasil,

I`m living at the beachside of Salvador da Bahia these days and enjoy it quite a lot :-))   As I'm taking langugages classes here my portuguese improved even further, there's lotsa fiesta every day and Salvador seems to be a village ... almost all people one meets at the street somehow have a link and everybody somehow knows everybody and of course - has family all over Bahia! This is how it came that I coincidentially met my neighbour's brother, acquaintances from São Felix, the relatives of Senhor Geraldo Dannemann's grandson and the owner of a vegeterian restaurant I used to have lunch at ... he will be my future "biz-cooperation partner", and even more people *crazy lil' world*

Last week, I visited my colleagues in the Dannemann office in  Salvador's historic city center, the "Convento de Carmen", the famous Igreja do Bonfim where the regional Candomble cult is praised, a typical rather rustic market and some other sights. Very interesting was of course to just stroll through the city, buy a CD with the country's current Axé Charts, EAT, DANCE through life and simply go with da flow...
A week full of portuguese-spanish-english-german tonguetwisters, countless Caipirinhas, partying into the early wee hours and many funny, interesting people goes to an end ... enjoy some pics below:








For now, I'm off to the beach - travelling up the north coast this weekend and see what adventures come up *hehehe*

I look forward to receive calls and textmessages from YOU!!!
My Brazilian # is: +55 71 930 721 20

Thursday, February 23, 2012

Best party of the year 2012!

Carnival in Brasil is definitely the biggest street festival in the world … for me it was one of the most amazing ones! Apart from being a hefty cultural experience, it is a very peaceful huge party with welcoming people dancing all over the city.
Congratulations for the great organization – polícia, médicos and bombeiros everywhere, aggression almost zero and no physical attacks spottet :)


Carnival in Salvador goes on and on and on for a whole week and is full of afro-latino rhythm, dancing and craziness: huge trucks on three circuits in the city have stages on top with Brazilian superstars performing and surrounded by an enthusiastic crowd cheering to the songs, men are running around as women or dressed like Mahatma Gandhi with a towel on their head as turban, blue socks, white sandals and a perfume. These ones distribute necklaces for every kiss and it’s just unimaginable how wild the city is during this week. Unable to bring this into words, I think everybody should experience Carnival in Salvador da Bahia once.

We were mingling into the masses of people, cheering towards the legendary “Chiclete com Banana” band and others, shaking the nights away, jumping into the Atlantic Ocean at three in the morning, dancing in a 10-min tropical rain, seeing the sun rise out of the sea, having Caipirinha for breakfast and starting all over again!

My idea of staying for day or so to get a taste of this big party was cancelled – I stayed 4 days!! Staying with a bunch of people from Bahia made the experience even more fun, authentic and memorable.

*muito obrigado Renato, Katharina, João, Gustavo, Lanna, Renata, Camila, Anderson alias Chocolate et al*

Küssend durch den Karneval tanzen :-)

Mit Worten kann man die einwöchige Faschingsverrücktheit in Salvador da Bahia gar nicht so gut beschreiben – das muss man selber erleben! Vor allem kulturell war dieser Karneval eine wahnsinnig interessante Erfahrung und so mitreißend, dass ich statt einem Tag ganze vier Tage dort blieb.


In der Stadt gibt’s drei große Umzugsrunden, die sogenannten circuitos. Es ist allerdings nicht so wie bei uns, dass die meisten Leute verkleidet zum Umzug gehen sondern wenn man direkt beim Umzug mitgehen will kauft man sich ein Trikot und geht mit einem Truck – einem Riesenlaster – mit. Ansonsten wurschtelt man sich mit der Masse seitlich mit.

Es gibt also riesige Wägen – so richtige Trucks – die umfunktioniert wurden in eine Bühne mit VIP-Bereich obenauf, Bar im Mittelteil unten drin und Toiletten hinten. Auf der Bühne spielt jeweils ein bahianischer/brasilianischer Superstar mit seiner/ihrer Band auf und die Menge unten tobt!!

Diese riesigen Trucks fahren eine Runde am circuito, der zwischen 2-4 km lang ist. Gaaaanz langsam im Schritttempo und bleibt immer wieder stehen. Vorne sowie hinten geht ein Haufen Leute die ein Trikotleiberl von dieser Band gekauft haben. Die andern gehen seitlich mit – was natürlich zu immensen Menschenmassen auf engstem Raum führt. Deshalb kaufen sich viele ein Ticket für ein camarote. Das ist ein erhöhter Bereich neben der Straße – etwa in den Häusern, die diese Straße säumen – und von dort hat man natürlich einen tollen Blick auf die Menschenmenge unten und die Superstars auf den Trucks oben. Im camarote gibt’s auch Bars und Essen, außerdem Diskos und je nachdem wie schick noch allerhand andern Schnickschnack ;)

Die Leute laufen teilweise rum wie die Verrückten - mit Schaumsprayer, Eau de Parfum und Wasserspritzpistolen … jeder kriegt was ab, ein Riesenspaß! Einen bloco gibt’s der ist nur für Männer, die sich wie Frauen kleiden mit Perücke und Rock und darunter … tjaaa, da kommt so einiges Skurriles zum Vorschein und wir haben uns halb totgelacht über die kuriosen Utensilien, die die Leute da so im Sexshop gefunden oder selbstgebastelt haben ;))

Und dann gibt’s da noch die „Filhos de Gandhi“ – sie kleiden sich urkomisch: ein weißes Handtuch wie einen Turban um den Kopf, blaue Schleifen drum und ein weißes Leinengwandl, blaue Socken und weiße Sandalen. Um den Hals haben sie ganz viele blau-weiße Plastikperlenketten. Für einen beijo kriegt man so eine Kette – wobei dazugesagt werden muss, dass die Herren der Schöpfung das eher so interpretieren, dass sie für jede Kette einen beijo kriegen. Ich hab natürli mal erst wieder im Nachhinein verstanden, was meine Kollegen hier in der Provinz meinten, als sie mir mit einem breiten Grinser im Gesicht davon erzählten. Da hab ich noch nicht dran gedacht, dass es im portugiesischen halt nicht drei verschiedene Wörter für unterschiedliche beijos gibt. Ich dachte – ganz mitteleuropäisch – dass das mit Bussln zu tun hat. Tjaaa aber wir sind ja in Brasilien und hier versteht man beijo auch gerne mal als einen leidenschaftlichen Zungenkuss … und leidenschaftlich küssen, das können sie, die Brasilianer ;))

Besonders gefallen hat mir am Karneval in Salvador, dass es ein Fest für ALLE ist. Jeder kann hingehen, es wird kein Eintritt verlangt. Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten sind die Leute dabei. Man vergnügt sich beim Tanzen zu den afro-latino Rythmen und jeder scheint für kurze Zeit die Sorgen im Alltag zu vergessen.

Viele Menschen kommen von den Favelas am Stadtrand um das Geschäft des Jahres zu machen: sie verkaufen Getränke, Kaugummi, kleine Snacks, Luftballons, etc. und helfen bei den blocos mit, säubern die Stadt in den frühen Morgenstunden damits am Nachmittag wieder weiter geht.

Die fröhlich-enthusiastische Menge hat sich äußerst friedlich verhalten und ich hab keine einzige Schlägerei gesehen. Die wenigsten sind betrunken, niemand ist aggressiv und erfreulicher Weise gab’s auch keine Grabscher! Die Militärpolizei ist immer und überall präsent, ich hab mich sehr sicher gefühlt und den Eindruck, dass alles bestens organisiert ist – und das soll auch wirklich was heißen, in Südamerika!

Der Karneval in Salvador ist ein wunderbares, fröhliches und friedliches Fest und ich kann jedem, der keine Angst vor Knutscherei, Menschenmassen und a bissal Dreck hat, nur empfehlen auch mal dabeizusein – es ist WAHNSINN und ganz schön VERRÜCKT!

Friday, February 17, 2012

Carnaval

Gestern wurde der Karneval in Salvador "eröffnet" - eine Riesenparty ist die nächsten sechs Tage in vollem Gange und ich werd mich natürlich auch auf den Weg in die City machen : FAZER PIPOCA ... also wie ein Popcorn in der Menge rumspringen und mal schaun was so passiert :)

Unterkunft? Nein, natürli mal wieder nix organisiert. Ich starte mit meiner blau-violetten Schmetterlingsleinentasche wo genau nur mein LonelyPlanet, ein Bikini und eine Zahnbürste drinnen sind los, ein paar Münzen eingesteckt und ein paar Scheine in den BH - Carnaval já me vou!!
Bilder wird's also leider keine geben weil für des Abenteuer is mei Kamera anfach nu zu jung ;)

Boas festas!

Thursday, February 16, 2012

Tabakanbau

Vor ein paar Tagen habe ich an selber Stelle  ganz begeistert von meinem Erlebnis der DANNEMANN Zigarrendegustation geschrieben. 
Es liegt auf der Hand, dass für ein so edles Kunstwerk natürlich auch nur Tabakblätter in höchster Qualität verarbeitet werden. Ja und um zu sehen, wie der Tabak vom Samen über die mehr als 2m hohe Pflanze bis zum braunen Blatt als Zigarreneinlage behandelt und bearbeitet wird, habe ich einen hochinteressanten Streifzug über die Dannemann'schen Fazendas unternommen.

Der Samen ist so fein wie Grießkörner und wird mit Sägespänen vermischt um dann in kleine Setzlingstassen mit Humus gestreut zu werden. Nach einigen Tagen sprießt schon das erste Grün und nach etwa 2 Wochen wird jede Pflanze einzeln und von Hand in einem Abstand von exakt 37cm in die mit Ochsen aufgefurchte Erde gesetzt.

Dass wir zwei unterschiedliche Deckblätter ziehen, habe ich ja bereits im vorigen Blogeintrag geschrieben. Es werden also zwei verschiedene Samen verwendet. Dass das Sumatra Blatt heller ist, liegt unter anderem daran, dass die Pflanze unter einem feinen Netz gedeiht und dadurch nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Das Bahia Brasil Blatt, im Gegensatz, wächst im vollen Sonnenschein heran, ist dadurch dunkler und schmeckt etwas kräftiger.

Das moderne Bewässerungssystem sichert jeder Pflanze die richtige Menge Wasser zu. In den ersten fünf Tagen etwa, benötigt jede Pflanze je 1l Wasser pro Tag

Die Tabakpflanze verzeichnet die höchste Gewichtszunahme aller einjährigen Pflanzen. Sie entwickelt sich von einem 0,1mg Samenkorn zu einer 2,5kg schweren Pflanze. Um Schädlinge fernzuhalten, werden solche Gewächse neben die Felder gesetzt, welche die Schädliche anziehen, so dass sie nicht die Tabakpflanze befallen!
Auch das Wetter während der Wachstumsphase ist sehr wichtig. Regnet es zu viel, ist der Geschmack zu leicht/schwach. Regnet es zu wenig, ist der Geschmack zu stark. Ich greife das seidig glänzende Blatt an - die leicht klebrige Oberfläche ist angeblich das Nikotin, dass man spürt.

Nach etwa fünf Monaten wird das erste Mal geerntet - und zwar von Hand, die untersten beiden Blätter jeder Pflanze. Dann "regeneriert" sich die Pflanze ein paar Tage und es werden die nächsten beiden Blätter geerntet. Dieser Vorgang geschieht insgesamt acht Mal
Der Zeitpunkt der Ernte muss genau stimmen. Einerseits natürlich muss die Tabakpflanze soweit sein, andererseits kann nur bei dementsprechenden Wetterverhältnissen geerntet werden: früh am Morgen muss es sein, es darf nicht zu feucht und nicht zu trocken sein, nicht zu heiß (und nicht zu kühl). Bei Regen wird nicht geerntet - optimal ist Regen kurz vor der Ernte.

Die Pflücker sind flink und schnell - sofort nach jeder Ernte kommen die Blätter in das Trockenhaus. Dort wird jedes einzelne Blatt von Hand mit einer Nadel auf einen Spagat aufgefädelt und etwa ein Dutzend kommen dann auf eine Stange zum Trocknen. Die Trocknung, während derer sich die Blätter zuerst gelb und dann braun färben, dauert etwa 6-7 Wochen. Dabei schrumpft der Wassergehalt im Blatt von 90% auf 25%.  
Danach, werden sie abgenommen und kommen in den Fermentationsschuppen. Dort drinnen hat's saunaähnliche Temperaturen und die nötige Luftfeuchte dazu. Kontinuierlich muss auf die richtige Temperatur und Luftfeuchte geachtet werden. Etwa 8-10 Mal wird händisch  umgeschichtet damit alle Blätter auch wirklich gut fermentieren. Während der Fermentation werden Zucker, Nikotin und Eiweiß abgebaut. Das fein süßliche Aroma und die ätherischen Öle treten nun in Erscheinung :)

Es ist schier unglaublich zu sehen, wie oft so ein Blatt in die Hand genommen wird und wie lange es dauert, von der Aussaat bis zum braunen Blatt - nämlich etwa acht Monate.

Welche harte Arbeit die Menschen auf den Feldern leisten - bei gut 35°C und sengendem Sonnenlicht, das wird wohl leicht vergessen. Mir persönlich zumindest war das früher nicht so bewusst, wieviel Arbeit und Sorgfalt hinter einem getrockneten braunen Blatt steckt.

Es ist wahrlich eine Wissenschaft, guten Tabak heranzuziehen und bis zum abgeschlossenen Fermentationsprozess nichts falsch zu machen...
Wer das einmal gesehen hat, der wundert sich nicht mehr über die gehobene Preisklasse einer qualitativ hochwärtigen Zigarre!

Hier noch der Link zu diesem komplexen Prozess auf der Website: http://www.centrodannemann.com/br/de/tobacco/from-seed-to-smoke/

Here you can see the whole process from seed to smoke on the DANNEMANN Website: http://centrodannemann.com/br/en/tobacco/from-seed-to-smoke/