Saturday, September 24, 2011

QUER durch den IRAN

Shiraz - Persepolis - Esfafahan ... die klassische Route durch den Iran bereisen wir auch ein bisschen. Dann zieht's uns allerdings in die wenig beziehungsweise gar nicht besuchten Gebiete zum Wandern und Trekking!

Dízi - vegleichen könnte es man mit unsrem Gulasch ... aber es wird in zwei Gängen gegessen. Zuerst leert man den Saft in die Schüssel und tunkt das Brot ein. Danach zerstampft man die Erdäpfel, Fleisch, Tomaten, Kichererbsen, etc. und ist den Brei auch aus dieser Schüssel :)


Auf einem Bazaar probiere ich einen Chador an - ein edler schwarzer Seidenstoff mit Perlenbestickung schmiegt sich an meinen Körper :)





Ein Versuch, die westlichen Besucher, die unser herkömmliches Klo gewöhnt sind komfortabel zu machen ;))
*what a crazy idea*



Eine riesige Moschee mit großer Innenplaza - dort gibt es Gebetshallen auf allen vier Seiten des Platzes!



trying hard to pump up the car ... with a bicyle tire inflator ;)

...detailed inlay works as decoration for some wooden chairs, tables and closets...

Dinner inviatation ... von Jafar, der aus einer sehr religiösen Familie stammt, werden wir zum Abendessen eingeladen. Eine sehr interessante Erfahrung, via einen seperaten Eingang im Empfangssalon zu dinieren, auf einem wunderschönen maschinengefertigen Perserteppich mit dem Vater - Familienoberhaupt - als einzigem Foto im Raum. Das Essen wird durch die lediglich einen Spalt weit geöffnete Türe hindurchgereicht!
Merci für die Einladung.

Interviewsession - die Mädels praktizieren ihr Englisch und ich erfahr so allerhand interessante Details über ihr Leben in einem Außenbezirk von Esfahan. 
!?! Information ~ Manipulation ?!?



Daily life in an Iranian city:
click on the pics to enlarge them




yep, you see right ... in the local city buses men and women usually don't sit together



PERSEPOLIS
 was the ceremonial capital of the Achaemenid Empire. The earliest remains of Persepolis are believed to date from around 515 BC. When Alexander arrived the "City of Persians" as which it was known, has been destroyed ... allegedly in the course of a drinking bout ...



At Naqsh-e-Rostam we visited some impressive thombs in a rock wall high above our heads!!! The four thombs are supposedly belonging to Achaemenid kings
  • Darius I the Great (522-486 BC)
  • Xerxes I (486-465 BC)
  • Artaxerxes I (465-424 BC)
  • Darius II (423-404 BC)
Another unfinished one might be that of Artaxerxes III or that of Darius III (336-330 BC), who was the last of the Achaemenid dynasts.


This picture below is from Flickr ... to make it more obvious how impressive the whole site is!!

HOWRAMAN Valley

Mit dem Nachtbus sind wir von Esfahan nach Sanandaj gefahren und als ich in der Früh aufwache ist gleich klar: wir sind in Kurdistan! Die Menschen tragen ganz andere Kleidung - schöne bunte Kleider und Gilets darüber, die Männer weite Hosen und Hemden - und auch die Sprache ist eine andere. Die Leute sind überaus gastfreundlich und hier sollten wir ein zwei ganz besondere Highlights erleben :-))
Bei Maravin, ganz im Westen des Landes sehen wir zum ersten Mal seit zwei Wochen wieder Wasser ... hier starten wir mit dem trampen und der erste Fahrer ist auch gleich so nett und besorgt uns ein Taxi rauf in die Berge und drüber bis ins Howraman Tal ... tja, das Konzept des Autostoppens ist hier nicht so ganz bekannt und so manches Mal stellt die Kommunikation diesbezüglich eine Herausforderung dar: "Wie, ihr wollt nicht bezahlen? Ähm..."


Nach der ersten Kurve stellt sich heraus, dass das Auto in dem wir mitfahren wohl keine Bremsen hat - der Fahrer lenkt mit der Handbremse. Ja cool aber, wenn wir auf den Berg rauffahren, müssen wir auf der andern Seite auch wieder runter und dann ... 
... achso alles klar, er hat ja schon einen neuen Bremsbelag gekauft - nur für die rechte Seite - und der wird auch sogleich montiert :)

Howraman Valley

Hier sind die Häuser ganz besonders schlau platziert ... das Dach des einen ist zugleich die Terrasse des oberen Nachbarn!

Am frühen Abend nimmt uns eine Familie auf der Ladefläche ihres Pick-up Trucks mit ... sie kommen gerade vom Einkaufen aus der etwa 5h entfernten Stadt hinter fünf Bergen oder so.


Wir lebten ja immer schön gemütlich in den Tag rein - man hat ja Urlaub - und so haben wir uns noch gar keine Gedanken gemacht, wo wir denn schlafen werden. In dieser Gegend gibt's nämlich nichts. Und zwar wirklich nichts außer eine Schotterstraße durch die raue Berg- und Tallandschaft. Alle Stunden taucht mal wo ein Dorf auf - und das besteht aus etwa 20 Häusern oder so. 

Naja und dann finden wir es gleich wahnsinnig toll, dass die nette family uns mitnimmt zu sich!!! Wir dürfen uns selbst und auch unser Gwand dort waschen. Als ich auf die Terrasse raustrete und das herrliche Bergpanorama genieße verschwindet auch grade die Sonne hinter den Bergen. Die Stimmung ist großartig und ich fühl mich wie im Paradies!
Ein absolut leckeres Abendessen wird aufgetischt und die Nacht zieht über das Tal. Wir lassen den Tag gemütlich ausklingen, verständigen uns wahrlich mit Händen und Füßen, zeigen Fotos, erzählen in Farsi von unserer Familie zu Hause und haben eine tolle Zeit gemeinsam!

*vielen Dank, Yosra & Family*






...wir schlafen unterm Sternenzelt und es gibt scheinbar grad keinen friedvolleren Platz auf der Erde als genau hier ...

Eingang in die "Zwergenhöhle" *loving it*


that's me and Uwe in a traditional kurdish dress


Dad, sewing the traditional slippers!

Yosra ... what a motivated young lady! 
*keep on going this way*

Saying good bye is indeed not easy ... who doesn't wanna stay in paradise?!


Nach einem 2,5 stündigen Fußmarsch nehmen uns zwei nette Kurden mit in die nächstgelegene Stadt und von dort machen wir uns auf den Weg gen Norden!

Masuleh ... es grünt so grün :)

Masuleh in der Küstenprovinz Gilan ist ein in den Berg gebautes Dorf - in der Bauweise ähnlich denen, die wir auch im Howraman Tal geshen haben: das Dach des einen, ist die Terrasse des oberen Nachbarn. 
Den Iranern gefällt's dort suuupergut weil es regnet dort im Gegensatz zu den meisten anderen Landesteilen ziemlich häufig und ist auch etwas kühler ... sehr angenehm also für die Landsleute ;) Schön und mal ne Abwechslung zur eher kargen Fauna im Zentraliran war die grüne Landschaft in der Tat!





Wir fanden's etwas touristisch und hatten nach dem quasi menschenleeren Howraman Tal fast einen Schrecken plötzlich wieder so viele Leute zu sehen *lach* Wir erwischten auch grad einen Regentag - vor und nach unserem Besuch hat's geregnet und der Nebel hing überm Berg. Nachdem wir in Howram die totale Gastfreundschaft genossen fanden wir die Geldgier so mancher Dorfbewohner ein bissl übertrieben und entschieden uns, nach einer gemütlichen Wanderung durch das Dorf und einem leckeren Essen wieder zurück nach Rasht und weiter nach QUAZVIN zu fahren. 

Die Fahrt war schön - durch die hügelige Landschaft vorbei an vielen Windrädern, einen tollen Sonnenuntergang genießend kamen wir spätabends im gemütlichen Quazvin an. Hatten mal eine richtig nette Taxifahrt und fanden dann ein super Stundenhotel wir wir übernachteten - für die Dusche musste man extra zahlen *gg*
Wir kamen für eine zweite Nacht zurück und ich unterhielt mich mit dem netten "Manager" ... halt der, der dortsitzt und wartet dass Gäste kommen denen er den Reisepass abnimmt und das Geld, das er kassiert steckte er flux unter den Perserteppich ;)

Naja wie dem auch sei, das Gespräch mit diesem äußerst netten, aufgeschlossenen Manager drehte sich um Exiliraner - er lebte ja selbst einige Jahre in Amerika, illegale Satellitenschüsseln, Wein- und Alkoholkonsum, die "Liberalität" der westlichen Frauen und - no na, um's Sexleben der Bevölkerung und das offene Geheimnis der Stundenehe *da hab ich natürlich meine Ohren gespitzt*
~thank you very much for this open, honest conversation~